12.07.2016

Sinn-Leffers-Kritik an OB Griesert und CDU nachvollziehbar

„Der Umzug des Bekleidungshauses Sinn-Leffers in das geplante neue Einkaufszentrum in der Johannisstraße macht deutlich, wie richtig die langjährige Forderung der Ratsmehrheit nach einer Aufwertung der Johannisstraße ist und belegt, wie attraktiv das neue Center für den Osnabrücker Einzelhandel ist. Gleichzeitig wird die Dynamik deutlich, mit der andere Immobilienbesitzer angehalten werden, ebenfalls in ihre Immobilien zu investieren“, erklären die Fraktionsvorsitzenden von SPD und GRÜNEN, Frank Henning und Michael Hagedorn.

„Bestätigt wird unsere Auffassung, dass die Johannisstraße in einem beklagenswerten Zustand ist, der nun mit dem von uns vorangetriebenen Bau des Einkaufszentrums deutlich verbessert wird. Leider haben die CDU-Ratsopposition und der OB diese positive Entwicklung nie oder allenfalls halbherzig unterstützt und damit den unhaltbaren Zustand der Johannisstraße billigend in Kauf genommen“, so Henning. „Begrüßenswert ist aus unserer Sicht auch die Einschätzung von Sinn-Leffers, dass der Busverkehr keine Belastung sondern eine Stärkung für den dortigen Einzelhandel bedeutet, da er die Kunden des Einzelhandels direkt vor die Ladentüren in der Johannisstraße bringt“, so Michael Hagedorn.

„Auch die Kritik von Sinn-Leffers an OB Wolfgang Griesert ist für uns nachvollziehbar. Schließlich kann man das Unternehmen nicht zwingen, am bisherigen Standort zu bleiben, wenn dies für das Unternehmen wirtschaftlich nicht tragbar ist. Insofern trägt das neue Einkaufszentrum offenkundig dazu bei, Sinn-Leffers als Textilanbieter und Arbeitgeber in Osnabrück zu halten, was wir natürlich begrüßen“, so die beiden Fraktionsvorsitzenden. Der Durchführungsvertrag sehe eben vor, neben 50 Prozent neuen Anbietern auch bisherige Anbieter aus dem Stadtgebiet zuzulassen, insbesondere wenn diese ihren bisherigen Standort aus welchen Gründen auch immer aufgeben müssten. Das Gesamtportfolio wird nach Abschluss aller Verträge zu bewerten sein. Ebenso sei davon auszugehen, dass es insbesondere nach der Attraktivitätssteigerung für die Johannisstraße durch das EKZ auch für das Sinn-Leffers-Gebäude einen oder mehrere interessante Nachfolgemieter geben werde. „Wir würden uns wünschen, dass der OB sich in dieser für die Stadtentwicklung Osnabrücks wesentlichen Frage nicht als oberster Bedenkenträger, sondern als Motor der Entwicklung einbringen würde. Dies wäre ein Gewinn für den Standort Osnabrück“, so Henning und Hagedorn.

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