12.05.2019

Schulpolitikerinnen informieren sich zur Oberschule

Bild (privat; von links nach rechts): Heidrun Achler (SPD), Brigitte Neumann (CDU), Sabine Müller (Domschule), Petra Knabenschuh (CDU), Brigitte Strangmann (GRÜNE), Axel Diekmann (Domschule)

Seit geraumer Zeit steht auf der Agenda der Osnabrücker Schulentwicklungsplanung die Reorganisation der Sekundarstufe I an den Osnabrücker Schulen. In diesem Rahmen wurden verschiedene Szenarien geprüft, die sowohl eine weitere Gesamtschule als auch die Zusammenführung von Haupt- und Realschulen zu Oberschulen abbilden. „Der Rat hat dazu der Verwaltung Anfang vergangenen Jahres einen umfangreichen Auftrag erteilt. Mittlerweile liegen erste Ergebnisse und Empfehlungen dazu vor, die wir nun auf ihre Umsetzbarkeit prüfen und mit den Schulen erörtern.“ Dies erklären die Schulpolitikerinnen Petra Knabenschuh (CDU), Brigitte Neumann (CDU), Heidrun Achler (SPD) und Birgit Strangmann (GRÜNE) im Anschluss an ihren Besuch in der Domschule.

Bisher gibt es in Osnabrück nur Oberschulen in kirchlicher Trägerschaft. Um sich vor Ort einen Eindruck von deren Arbeitsweise zu verschaffen, haben sich die Schulpolitikerinnen der drei großen Ratsfraktionen in der Domschule informiert. „Die Domschule ist eine Oberschule, die seit vielen Jahren integrativ und inklusiv arbeitet,“ betonten der Schulleiter, Axel Diekmann, und seine Stellvertreterin, Sabine Müller. Die Domschule sei eine jahrgangsbezogene Oberschule bis Klasse 10 mit unterschiedlichen Formen der Differenzierung. Die Domschule wird als offene Ganztagsschule geführt.

Die Schule lege großen Wert auf längeres gemeinsames Lernen, individuelle Förderung und Werteorientierung. Im Bereich Inklusion befindet sich die Domschule auf einem guten Weg, obwohl die Domschule wie auch die Thomas-Morus-Schule als Privatschulen keine staatlichen Mittel hierfür erhalten. Die Kinder werden über den Jahrgang verteilt, es gibt aber auch eine inklusive Klasse, in der zusätzlich zur Lehrkraft eine Förderschullehrkraft lehrt. Etwa 25 Prozent der Schüler hätten einen Migrationshintergrund. „Sitzenbleiben" sei wegen der hohen Durchlässigkeit fast kein Thema. „Das jahrgangsübergreifende pädagogische Konzept dieser Oberschule ist für uns überzeugend und zukunftsweisend“, erklärten die Schulpolitikerinnen nach Gespräch und Führung übereinstimmend. Der Besuch einer weiteren Oberschule im Landkreis sowie die Gespräche mit den Osnabrücker Haupt- und Realschulen stehe noch vor der Sommerpause an.

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