27.01.2019

Gedenken heißt Erinnern

Foto: Sebastian Bracke

Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus haben die Osnabrücker Grünen am Sonntag, den 27. Januar einen Gedenkspaziergang durch die Alt- und Innenstadt Osnabrücks entlang ausgewählter Stolpersteine veranstaltet. Rund 20 Interessierte beteiligten sich trotz starker Regenschauer an dem Spaziergang, der insgesamt 10 Stationen umfasste. An jeder Station wurden die Kurzbiographien der NS-Opfer verlesen sowie jeweils eine Rose als Zeichen der Erinnerung abgelegt.

Loreto Bieritz, Sprecherin der Grünen Osnabrück-Stadt erklärt dazu: „Das Gedenken an jene, die von den Nazis verfolgt, gequält und ermordet wurden ist der beste Weg, die Verbrechen und deren Ausmaß immer wieder deutlich zu machen. Das Gedenken an sie ist umso wichtiger in einer Zeit, in der es immer weniger Zeitzeug*innen gibt und in der Menschen danach streben, dass die Erinnerung an das schlimmste Kapitel der deutschen Geschichte in unseren Köpfen verblasst. Die Lehren aus der Geschichte zu erhalten muss eine der wichtigsten Aufgaben der Gesellschaft und des Staates sein und die Stolpersteine leisten dazu auch in unserer Friedenstadt einen wichtigen Beitrag.“

Jonas Graeber, Sprecher der Grünen Osnabrück-Stadt ergänzt: „Angesichts des nationalen und globalen Rechtsrucks ist es unabdingbar, dass wir aus der Geschichte lernen. Es bereitet mir große Sorgen, dass nach aktuellen Studien immer weniger junge Menschen wissen, was der Holocaust ist. Auf dieser Basis können dann auch Nationalist*innen und Faschist*innen allerorts ihren Geschichtsrevisionismus betreiben. Diese Gefahr für unsere Gesellschaft nehmen wir sehr ernst.“

Vielen Dank an alle Teilnehmenden des Gedenkspaziergangs.

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