31.05.2019

Keine vorschnellen Festlegungen zum VfL-Stadion - GRÜNE: Machbarkeitsstudie abwarten, statt Eigentore schießen

Mit Verwunderung reagieren die GRÜNEN auf die Äußerungen des Finanzvorstands Thomas Fillep zur Finanzierbarkeit eines Stadionaus- bzw. -neubaus. „Seriös wäre es, zunächst die geplante Machbarkeitsstudie zur Sanierung abzuwarten, bevor man sich einseitig auf einen Stadionneubau festlegt, der auch noch allein von der Stadt finanziert werden soll“, erklären der Fraktionsvorsitzende, Volker Bajus, und der finanzpolitische Sprecher, Michael Hagedorn.

Irritiert zeigen sich die GRÜNEN auch über die Aussage des Kämmerers, die Stadt könne sich einen Stadionneubau leisten. Man stehe in Osnabrück vor erheblichen Investitionen und anspruchsvollen Aufgaben, die klar Priorität haben. Von der Schulsanierung, dem Turnhallenbau bis hin zur Gründung einer Wohnungsgesellschaft. „Beim Radwegbau, dem Busnetz und der Kultur hat der Hüter der Finanzen gerade noch vor steigenden Belastungen des Haushaltes gewarnt. Und jetzt hat er auf einmal kein Problem mit einer noch gar nicht bezifferbaren Summe im hohen zweistelligen Millionenbereich. Das ist finanzpolitisch fragwürdig. Einen solchen Blindflug halten wir nicht für verantwortbar“, so Bajus.

Auch für alle, die derzeit engagiert nach weiterer Unterstützung in der Region, in der Wirtschaft und auf Landesebene suchten, sei dies das völlig falsche Signal. „Eine Vollsanierung des Stadions oder gar der von Thomas Fillep ins Spiel gebrachte Neubau sind angesichts der Kosten ohne Beteiligung Dritter kaum vorstellbar“, erläutert Hagedorn.

Für die GRÜNEN habe zudem der Standort Bremer Brücke absolute Priorität. „Die Stimmung im VFL-Stadion ist legendär und ein Baustein des Aufstiegserfolgs. Das gibt man nicht ohne Not auf. Deswegen hat der Rat ja vor drei Tagen die Planungsmittel freigegeben, um zu sehen, was machbar ist. Wenn man ohne belastbare Argumente die Bremer Brücke schlecht redet und zugleich den Kostenrahmen für das Projekt 2. Liga beliebig steigert, dann läuft man Gefahr, Fans und Bürgerschaft hierüber zu spalten“, sorgt sich Bajus.

Angesichts der vielen Fragezeichen sei eine verfrühte Festlegung nicht sinnvoll und politisch nicht verantwortbar. „Der Kämmerer steht häufig bei notwendigen und auch wünschenswerten Ausgaben auf der Bremse – das ist ja auch sein Job. Dass er hier in dieser Art und Weise vorprescht, ist mehr als unverständlich. Entscheiden wird am Ende der Rat und nicht der Finanzvorstand. Der VfL und auch der Kämmerer sind dringend aufgerufen, für die Sicherstellung der Spielfähigkeit des VFL um weitere Sponsoren und Zuschüsse zu werben“, so Hagedorn.

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