28.01.2021

GRÜNE suchen Entscheidung über Nachwuchs- und Trainingszentrum für VfL. „Lieber sicher an den Limberg als vielleicht irgendwann in der Gartlage“

Im Streit um den besten Standort für das Nachwuchsleistungs- und Trainingszentrum des VfL Osnabrück suchen die GRÜNEN jetzt die Entscheidung im Rat. „Aktuell liegen zwei Standortoptionen auf dem Tisch. Auch wenn wegen der Nähe zur Bremer Brücke die Gartlage einen gewissen Charme hat, ist für uns der Standort aufgrund der Unwägbarkeiten und des Naturschutzes aus dem Rennen. Der VfL braucht verlässliche politische Entscheidungen, um schnell die nicht zweitligatauglichen Trainingsbedingungen der Profimannschaft verbessern und für die ganze Region ein modernes Nachwuchsleistungszentrum aufbauen zu können. Deswegen plädieren wir für die sichere Lösung und die ist am Limberg, statt vielleicht irgendwann oder womöglich auch nie in der Gartlage,” erklären der Fraktionsvorsitzende Volker Bajus und Thomas Klein, Mitglied im Schul- und Sportausschuss.

Schon in der kommenden Ratssitzung wollen die GRÜNEN daher vorschlagen, die Planungen für das VfL-Leistungszentrum in der Gartlage zu stoppen und stattdessen sofort eine Nutzung auf dem ehemaligen Kasernengelände am Limberg einzuleiten. „Dort ist bereits einiges an Sportinfrastruktur vorhanden und planerisch gesichert. Jetzt muss eine provisorische Erschließung im Süden her, damit der Sportbetrieb schnell ermöglicht werden kann und nicht von den Abriss- und Erschließungsarbeiten auf den Gewerbeflächen abhängig ist”, so Bajus. Dort böte sich zudem eine gemeinsame Strategie mit dem VFB Schinkel und dessen in der Nähe liegenden Anlagen an. „Wir wollen hier eine gemeinsame Lösung prüfen, die dem VFB Schinkel und dem VfL helfen kann. Die Flächen des VFB sind dringend sanierungsbedürftig. Die Umkleiden sind marode und die Plätze müssen neu gebaut werden. Wenn man diese kurzfristig herstellen würde und der VFB einverstanden ist, könnte ein gemeinsamer Stufenplan auch dem VfL als Zwischenlösung einen ersten Schritt zu besseren Trainingsbedingungen ermöglichen” so Klein.

Die Nutzung des östlichen KME-Geländes sehen die GRÜNEN kritisch. Der Bau verstoße entweder gegen den Artenschutz und gefährdet die streng geschützte Bechsteinfledermaus oder die Auflagen werden so streng, dass ein optimales Trainingszentrum dort nicht möglich ist. „An der Gartlage haben wir in jedem Fall ein hohes Rechtsrisiko. Naturschützer haben verständlicherweise ja schon angekündigt, die Pläne gerichtlich überprüfen zu lassen”, so Bajus.

Eine Ausrede sei das Argument, am Limberg würden mit der VfL-Nutzung Gewerbefläche verloren gehen. „Die Flächen waren bis vor kurzem für die Sportvereine aus Haste und Dodesheide vorgesehen. Das passt also auch für den VfL, der zudem ein Wirtschaftsfaktor der Region und ein wichtiges Unternehmen in der Stadt ist, das gerne auch freie Gewerbeflächen beanspruchen darf” so die GRÜNEN abschließend.

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